Antonia Rados: Gaddafi postum als Massenvergewaltiger entlarvt (?)

Gaddafi, Quelle: DefenseImagery.mil, VIRIN 090202-N-0506A-402

Gestern  Abend um 22.15 Uhr zeigte RTL die Reportage “Das Doppelleben des Diktators – Antonia Rados auf den Spuren des Vergewaltigers Muammar al-Gaddafi” und immerhin 3,23 Millionen Menschen (12,0 Prozent) verfolgten den Beitrag. Insgesamt 4 Mal war die engagierte Journalistin zu Recherchezwecken in Libyen gewesen, nachdem sie Gaddafi im März 2011 in Tripolis interviewt hatte. Ein Taxifahrer, dem eine Hand fehlte, hatte ihr damals erzählt, dass er ein Mädchen beschützt hätte, welches Gaddafis Schergen entführen wollten. Zur Strafe sei seine Hand zertrümmert worden. In der Folgezeit interviewte Rados nach eigenen Angaben zahlreiche Vergewaltigungsopfer und deren Angehörige und auch frühere Leibwächter des im Oktober 2011 getöteten Ex-Diktators und erfuhr dabei unbeschreibliche Dinge. Es habe viele Frauen gegeben, die Gaddafi treffen wollten, weil sie ihn bewunderten. Der habe wiederholt solche Treffen dazu genutzt, seine Bewunderinnen zu vergewaltigen. Sein Geheimdienst habe ihm darüber hinaus Frauen zugeführt, die ihm gefielen. Er habe eine Frau nur antippen müssen, dann wussten seine Helfer, dass er sie haben wollte. Sie habe – so Antonia Rados – von immer neuen Opfern erfahren, es hätte ihre Vorstellungskraft gesprengt. In Sawia hätte sie weinende Männer interviewt, die von Jahren der Schande gesprochen hätten. Eine Koranlehrerin wird mit den Worten zitiert, kein Mädchen hätte gewagt zu sagen, von Gaddafi  vergewaltigt worden zu sein. Dann wäre es umgebracht worden.

Internationale Geschäftsleute hätten Gaddaffis Schwächen für Frauen gekannt und Escort-Girls zu geschäftlichen Besprechungen mitgebracht, um Geschäftsabschlüsse zu begünstigen, berichtet Rados. Bei Gaddafi hätte es keine Rolle gespielt, wie alt oder jung eine Frau war. Wenn er sie haben wollte, hätte er sie genommen.

Nun, Gaddafi ist tot und daher wird es gegen ihn kein rechtsstaatliches Verfahren geben können, welches seine Schuld erweisen könnte. Ob zumindest der eine oder andere Helfershelfer vor Gericht gestellt wird, bleibt abzuwarten.


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2 Kommentare zu “Antonia Rados: Gaddafi postum als Massenvergewaltiger entlarvt (?)

  1. Widerlicher verbrecherischer Typ, der Gaddafi. Das mit den Frauen hatte der Schwerverbrecher-Sohn von Saddam Hussein, Udai Hussein vergleichbar brutal praktiziert:
    Der irakische Offizier Latif Yahia, der von seiner Rekrutierung am 2. Oktober 1987 bis zu seiner Flucht am 9. Dezember 1991, als Udais “Fidai” (Doppelgänger) fungierte, listete in seinem Buch verschiedene Verbrechen Udais detailliert auf:
    Vergewaltigung der Nichte des Abbas Al-Janabi. Dieser wurde als Wiedergutmachung später Direktor der Zeitungen Udais.
    Kamel Hannah, Vorkoster Saddam Husseins. Ein vordergründig nichtiger Anlass, Ruhe während einer Feier zu geben, den dieser nicht befolgte (“ich höre nur auf Befehle des Präsidenten”) lässt Udai ausrasten und mit einem elektrischen Messer die Kehle des Vorkosters und Freundes von Saddam aufschlitzen; danach streckt er mit zwei Schüssen den tödlich Verletzen nieder.[5] Die eigentliche Ursache war der Hass auf Kamel Hannah, der “meinem Vater immer Frauen und Mädchen besorgte. Hätte er nur diese Hure – gemeint war Samira Schahbandar – nicht herbeigeführt”.
    Nahle Sabet, Architekturstudentin, vergewaltigt und den Kampfhunden Udais zum Fraß vorgeworfen.[6]
    Asra Hafez: das Mädchen wehrte sich gegen die Belästigungen Udais, wagte es ihn auszulachen, worauf Udai das Mädchen mit drei Kugeln in die Brust niederstreckte.[7]
    Sana Al-Haidari, Studentin, die behauptete, mit Udai befreundet zu sein: mit Elektrokabel gefoltert, vergewaltigt, die Zunge mit einer Rasierklinge herausgeschnitten und vom Hubschrauber aus in den Al-Sarsar-See geworfen.[8]
    Weam Tabet Al-Kabisi, Tochter eines reichen Geschäftsmannes: wird während des Tanzes mit ihrem Freund Luai Khairallah von Udai bedrängt. Weam wird entführt und vergewaltigt, Tage später von ihrem Freund erschossen, da dieser sich nicht an Udai rächen konnte.[9]
    Ilham Ali Al-Aazami, Studentin und Gewinnerin der Wahl zur Miss Irak: Nach der Weigerung die Einladung Udais anzunehmen wird sie festgehalten, vergewaltigt und danach das Gerücht in Umlauf gebracht, sie sei eine Prostituierte. Ali Al-Aaazamis Vater bringt seine Tochter daraufhin um. Udai tötet seinerseits den Vater, nachdem dieser anschließend persönlich vorstellig geworden war.
    Hassan Abd Al-Amir und seine Frau erlauben sich die Wagenkolonne Udais zu überholen. Beide werden festgehalten und eingesperrt, der Mann nachdem er sich persönlich beim Präsidenten beschweren wollte, ermordet.
    Der frisch verheiratete Offizier Saad Abd Al-Razzek und seine junge Ehefrau werden auf der Straße von Udai angesprochen. Der Offizier wehrt sich gegen die Belästigung seiner Frau und wird brutal zusammengeschlagen, die Frau entführt und im Al-Medina Hotel gefoltert und vergewaltigt. Danach stürzt sich die Frau aus dem 6. Stock, weil sie die Schande nicht ertragen kann. Der Ehemann wird wegen Präsidentenbeleidigung angeklagt und zum Tode verurteilt.
    Fazit: So kommt es immer, wenn die Gewaltenteilung nicht gegeben ist. Denn: Der Mensch kann mit zu viel Macht nicht umgehen. Er wird dann meistens zum Monster.
    Gadaffi war so ein Monster.

  2. Die ganze Vergewaltigungskiste von Antonia Rados kommt ohne Zeugen oder echte Beweise aus und entlarvt sich selbst als das, was es ist: dummdreiste Hetzpropaganda um nachträglich den Krieg gegen Libyen, der zu allem anderen, nur nicht zur Demokratisierung geführt hat, zu rechtfertigen.

    Gaddafi war kein Heiliger, aber er hat viel für die Frauen getan. In keinem anderen arabischen Land hatten sie mehr Rechte. Dieser Vergewaltigungsquatsch steht völlig im Widerspruch zu seinen bisherigen Handlungen.
    Vergewaltiger sind meistens Feiglinge, Gaddafi hat aber bis zum Schluß gekämpft.

    Das gerade Frau Rados, die einzige sein soll, die davon erfahren hat, ist doch recht zweifelhaft.

    Die Geschichte wird von Siegern geschrieben. Kommt es einmal “anders” lesen wir vielleicht von den Massenvergewaltigungen Obamas, der sich Studentinnen und illegale Einwanderer zuführen ließ.

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