Wenn ein Anwalt seinen Mandanten betrügt – Statt somalische Pıraten lieber an den Bosporus

Abgesagt hat das Hamburger Landgericht am vergangenen Freitag den gestrigen und den heutigen Hauptverhandlungstermin im Piratenverfahren. Das hat  mir Gelegenheit gegeben, kurz entschlossen in den Flieger zu steigen und nach Istanbul zu fliegen, um mich dort mit zwei Mandanten zu besprechen, die – traurig genug -  von einem Frankfurter Kollegen um viel Geld betrogen worden sind. Der Kollege hat zwischenzeitlich  Selbstanzeige bei der Kripo erstattet und mehrere Taten zum Nachteil dieser und weiterer Mandaten eingeräumt. Mehr als eine Viertelmillionen dürfte er sich eingesackt haben – die fatale Liebe zu  einer Frau soll eine Rolle gespielt haben.

Die Multimillionenmetropole am Bosporus  ist auch diesmal wieder faszinierend, zwischen mehreren Besprechungen bleibt Zeit, einen Blick auf ein paar der zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Zweikontinentenstadt zu werfen und das gastronomische Angebot zu nutzen. Nachher bin ich zu einem sicher opulenten Arbeitsfrühstück eingeladen und dann will ich auf jeden Fall noch einmal über den großen Bazar schlendern und ein paar Mitbringsel erstehen, bevor es am Nachmittag wieder  zum internationalen Flughafen geht.

So eine Terminsabsage kann ihren Charme haben, finde ich.

 


Ein Kommentar zu “Wenn ein Anwalt seinen Mandanten betrügt – Statt somalische Pıraten lieber an den Bosporus

  1. Hallo Herr Pohlen,
    Sie schimpfen auf die Bundesbahn, übernehmen indes nahtlos den Bahnsprech, wenn Sie mitteilen, in Istanbul das “gastronomische Angebot” nutzen zu wollen. Ich für meinen Teil mag jedenfalls die Bahndurchsage nicht mehr hören. Gleichwohl: Guten Appetit!

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