Plante deutscher Professor Amoklauf mit 200 Toten? Verteidigung spricht von nicht ernst gemeinten E-mails zur Trauerbewältigung.

Ein deutscher Professor ist in Los Angeles festgenommen worden, weil er möglicherweise geplant hat, in der früheren  Schule seines Sohnes ein Massaker zu begehen. Der 14-jährige Sohn des Professors hatte im März Selbstmord begangen, weil er nach einem Diebstahl im Schulladen bestraft worden war. Wie rp-online unter Bezugnahme auf die “Los Angeles Times” berichtet, hatte der 48-jährige Professor schon im April in mehreren E-mails an seine Frau und an sich selbst darüber fantasiert, den  stellvertretenden Rektor der University High School zu erschießen,  hunderte  Schüler zu ermorden und die Schule niederzubrennen.  Anschließend wolle er sich selbst töten, um so wieder mit seinem  Sohn vereint zu sein. “Ich werde mir ein wunderbares Ende bereiten  und sehr bald bei (ihm) sein. Ich mag diesen Plan, endlich eine  gute Idee.”, soll er unter anderem geschrieben haben.

Der vom Tod seines Sohnes offensichtlich außerordentlich betroffene Mann war am 24. Juli schon einmal vorübergehend festgenommen worden, weil er in dem Park, in dem sein Sohn sich erhängt hatte, ein Feuer angezündet hatte. Die erneute Festnahme erfolgte, weil die Polizei auf seinem Handy die besagten E-mails entdeckt hatte.

Nach anderen Berichten sollen die Anwälte des Deutschen inzwischen angegeben haben, die E-mails seien nicht ernst gemeint gewesen. Vielmehr sei das Schreiben der Mails lediglich eine spezielle Form von Trauerbewältigung gewesen. Wenn der Mann dabei bleibt, dürfte das wohl kaum zu widerlegen sein. Bekanntlich kann man ja niemandem in den Kopf hineinschauen. Für die versuchte Brandstiftung drohen dem Professer nach Medienberichten bis zu 12 Jahre Haft.

 

 

2 Kommentare zu “Plante deutscher Professor Amoklauf mit 200 Toten? Verteidigung spricht von nicht ernst gemeinten E-mails zur Trauerbewältigung.

  1. spannende Frage: Wie haben die Behörden denn Zugriff auf seine privaten Mails erhalten? Seine Frau wird ihn wohl kaum angezeigt haben …

    Haben die US-Behörden etwa bei “CISPA” gelogen, als sie behaupteten, sie hätten “kein Interesse an US-Bürgern”?

  2. Für die versuchte Brandstiftung drohen dem Professer nach Medienberichten bis zu 12 Jahre Haft.

    Huihuihui, das ist ja heftig.

    Als Jugendliche haben wir mal ein kleines Lagerfeuer an einer eigentlich sicheren Stelle gemacht und wurden wegen “herbeiführens einer Brandgefahr” zu ein paar Sozialstunden verurteilt.

    Man meint oft Deutschland sei das “Verbieterland” schlechthin aber die Amis schießen da immer wieder den Vogel ab…

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