3 1/2 Jahre Freiheitsstrafe für den Foto-Gynäkologen

Ich weiß, die Gazetten sind heute voll davon, aber weil ich in der Vergangenheit schon mehrfach im strafblog über den wunderlichen Fall des Gynäkologen aus Schifferstadt berichtet habe, der heimlich mehr als 30.000 Fotos und etliche Videos von den intimsten Stellen seiner Patientinnen aufgenommen und akribisch in seiner Privatsammlung archiviert hat, will ich auch kurz über den Ausgang des Verfahrens berichten.

Zu 3 1/2 Jahren Freiheitsstrafe hat das Landgericht Frankenthal den Mediziner gestern verurteilt, wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches in 1484 Fällen und wegen sexuellen Missbrauchs in 3 Fällen, weil er ohne medizinische Notwendigkeit an den Geschlechtsorganen seiner Patientinnen manipuliert habe, um sich selbst zu erregen. Die Staatsanwaltschaft hatte 4 Jahre Freiheitsstrafe und ein Berufsverbot beantragt, die Verteidigung hielt eine zweijährige Bewährungsstrafe für ausreichend.  Immerhin habe der Arzt ein Geständnis abgelegt und sich bei den betroffenen Frauen entschuldigt. Auch habe er den Frauen keine Schmerzen zugefügt und die Bilder nicht weiterverbreitet.

Viele der Frauen, von denen sich etliche dem Verfahren als Nebenklägerinnen angeschlossen haben, sind nach Angaben ihrer Anwälte traumatisiert. Einige wollen nie mehr zum Gynäkologen gehen oder sich jedenfalls nur noch von Frauen behandeln lassen. Ich kann mir vorstellen, dass die psychischen Folgen für manche Betroffenen deutlich schwerer wiegen als die Zufügung von körperlichem Schmerz.

Mehr als 1.000 Schmerzensgeldklagen sind gegen den Arzt anhängig, der schon einige Zahlungen geleistet haben soll. Beruflich, wirtschaftlich und  gesellschaftlich dürfte er ruiniert sein, das wiegt vielleicht auf Dauer schwerer als die Haftstrafe. Als Frauenarzt werde er auch ohne Berufsverbot nie mehr arbeiten, soll der Mann geäußert haben.


Ein Kommentar zu “3 1/2 Jahre Freiheitsstrafe für den Foto-Gynäkologen

  1. „ Männliche Frauenärzte und ihre Sexualität mit ihren ( weiblichen ) Patientinnen
    Bei Tausenden von männlichen Frauenärzten wird das Thema als absolutes Tabuthema behandelt. Die Folgen einer öffentlichen Erörterung liegen auf der Hand. Dennoch haben sich einige wenige Frauenärzte zu diesem Thema öffentlich geäußert.
    Diese Sexualität muss ein männlicher Frauenarzt auch aushalten können, acht Stunden am Tag, ein ganzes Berufsleben lang. Dieser Mann befindet sich auf einem schmalen Grat, zwischen den von der Patientin erlaubten sexuellen Handlungen und den aus der sexuellen Erregung resultierenden unerlaubten sexuellen Handlungen. Die Gefahr eines sexuellen Übergriffes ist groß, die Folgen katastrophal.“
    Frauen haben ein Nicht – und Falschwissen zum Thema „ Sexualität männlicher Frauenärzte“ . Frauen sehen Sie aufgrund Ihres Berufes als Kompetenz an und vertrauen Ihnen.
    Männer/ Frauen, die Mädchen und Frauen „Märchen“ über die Sexualität der Männer, insbesondere der MÄNNLICHEN Frauenärzte erzählen, und sie dadurch in die Gefahr eines sexuellen Missbrauchs durch diese Ärzte bringen, tragen eine Mitverantwortung oder sogar Mitschuld am sexuellen Missbrauch durch Ärzte. Dies gilt in ähnlicher Weise auch für Urologen, Proktologen, eben alle männlichen Ärzte, die mit weiblichen Körpern, hier insbesondere mit den weiblichen Körperteilen , die Männern zum Sex dienen, in Berührung kommen. Männer können weibliche Geschlechtsteile weder geschlechtsneutral sehen noch berühren. Auch können männliche Ärzte sich nicht „entsexualisieren“, genauso wenig wie andere Männer . Wenn es denn eine solche Methode zur „Entsexualisierung“ von Männern gäbe, könnten diese Methode weltweit zur völligen Reduktion männlicher sexueller Gewalt beitragen.
    Im Übrigen findet man diese „medizinischen Untersuchungen“ auf unzähligen pornografischen Seiten z. B. im Internet unter „ Doktorsex, GYNOsex, Kliniksex etc.“ als Angebote für männliche Masturbationen.
    Wenn denn, wie Frauen behaupten, die „medizinischen Handlungen“ durch Ärzte wie Einführen von Fingern oder Gegenständen in Vaginen oder Aftern von Frauen sowie das Befingern der Brüste keine sexuellen Handlungen wären, und die selben Handlungen bei anderen Männern schon, würde das bedeuten, dass es verschiedene Sorten von Männer gibt, die unterschiedlich auf dieselben Handlungen reagieren: Ein Frauenarzt reagiert nicht sexuell, andere Männer reagieren sexuell. Wie sollte dann ein Richter einen Sexualstraftäter mit welchem Nachweis verurteilen, wenn dieser behauptet, dass er zu den Männern gehört, die bei diesen Handlungen an einer Frau nicht sexuell reagieren ???
    JEDE FRAU antwortet auf die Frage“ Wenn Ihnen ein Mann einen Finger in die Vagina oder den After einführt“ nach dem männlichen Motiv richtigerweise, dass es sich um eine sexuelle Handlung handelt. Wenn man nachfragt, ob sich das sexuelle Motiv denn bei derselben Handlung ändert, wenn der Mann von Beruf Lehrer oder Bäcker ist, antwortet JEDE FRAU: „ Der Beruf des Mannes ist doch nicht für die sexuelle Handlung entscheidend“. Ausschlaggebend zum Funktionieren der männlichen Sexualität ist also nicht der Beruf, sondern das Geschlecht Mann.
    Übrigens funktionieren Mann und Frau in diesem Teil der sexuellen Erregung völlig different.
    Die Frauenärzte in Schifferstadt und Dortmund, die kürzlich die Geschlechtsteile von Frauen während der Untersuchungen fotografiert und gefilmt hatten, haben nur die sexuellen Handlungen während der „medizinischen Untersuchungen“ abgebildet. Wie sollten denn aus den „medizinischen Handlungen“ ( Einführen von Fingern und Gegenständen etc. ) am Abend „ pornografische Masturbationsvorlagen“ für diese Frauenärzte werden, wenn nicht die Situationen, in der diese Fotos/Filme entstanden ,schon pornografisch waren ???

    Hier noch drei Links ( von vielen ), die die wahre ( männliche ) Welt und nicht eine Märchenwelt zeigen:
    „Frauen auswuchten“ durch Prof. Dr. Blaser,
    http://www.lukesch.ch/Text96_12.htm
    http://www.wz-newsline.de/home/panorama/kinder-in-usa-fuer-sex-gebucht-deutscher-frauenarzt-in-haft-1.804623
    „Ohne Frauenarzt ist das Leben einer Frau nur halb so schön“:
    http://www.girlseite.de/gesundheit/frauengesundheit-woran-erkennt-man-einen-guten-frauenarzt-105639
    PS : Ärzte zu diesem Thema befragen, ist als Frau keine gute Idee.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>