Das ist ein Hammer: Hoeneß will das Urteil akzeptieren und verzichtet auf die Revision

Bayerisches Wappen

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Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet: Wie unter anderem bei sueddeutsche.de nachzulesen ist, hat Uli Hoeneß in einer persönlichen Erklärung den Verzicht auf die Durchführung der Revision erklärt und ist zugleich von allen Ämtern beim FC Bayern München zurückgetreten. Die begangenen Steuerhinterziehungen hat er als “Fehler meines Lebens” bezeichnet.

Jetzt bleibt abzuwarten, ob auch die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel verzichtet. Ein Schuft, wer Böses denkt, aber es ist nicht unbedingt naheliegend, dass der Ex-Bayern-Boss  ganz ohne jedes Kalkül auf ein – allerdings vermutlich recht aussichtsloses – Rechtsmittel verzichtet und sich ohne Gegenwehr der Gefahr einer Verböserung aufgrund einer Revision der Staatsanwaltschaft aussetzt. Aber vielleicht lässt er sich insoweit ja auch nur vom Prinzip Hoffnung leiten, wer weiß das schon. Derzeit sieht es jedenfalls so aus, dass er tatsächlich in Haft gehen muss. Möglicherweise schon sehr bald.

Wir werden in den nächsten Stunden und Tagen sicher noch Einiges zu dem aktuellen Kapitel aus der bayerischen Justizgeschichte erfahren.


3 Kommentare zu “Das ist ein Hammer: Hoeneß will das Urteil akzeptieren und verzichtet auf die Revision

  1. Hon(n)i soit qui mal y ponse! – Herr Dr. iur. h.c. Strate liegt wohl mit seiner Vermutung richtig, dass eine informelle Absprache in diesem Fall hilfreicher war als eine (praxisferne) Verständigung nach § 257c StPO, die weder Berufsrichter richtig handhaben können geschweige den Medien zu vermitteln gewesen wäre.

  2. Ich denke auch, dass hier eine informelle Verständigung nicht gerade fernliegt. Dass die seit einem Jahr höchstrichterlich verboten ist und nach dem Urteil des BVerfG strafbar sein kann, steht auf einem anderen Blatt. Nur birgt eine solche informelle Absprache, wenn sie den getroffen wurde, eine weitere nicht ganz unerhebliche Gefahr: Wenn einer aussteigen will, werden sich die anderen hüten was zu sagen. Herr Hoeneß müsste also darauf hoffen, dass sich die Staatsanwaltschaft an den Deal hält, wenn es zu einem gekommen ist, was natürlich pure Spekulation ist… Sollte es zu keinem Deal gekommen ist, wäre das Verhalten der Verteidigung mir jedenfalls nicht mehr verständlich. Denn die Erfolgsaussichten waren vielleicht doch nicht so schlecht. Da wären z.B. die 70.000 Seiten, die das Gericht noch dazu bekommen hat und die es wohl kaum so schnell lesen konnte…

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