Zahnlos und inkontinent: Sexualpartnerin vermutlich „aus Ekel“ erschlagen

Rainer Pohlen

Rainer Pohlen

Das Landgericht Gera hat am heutigen Mittwoch einen 34-jährigen Mann, der seine 69 Jahre alte Nachbarin nach gemeinsamem Sex in deren Wohnung erschlagen haben soll, wegen Totschlags zu 9 Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft beantragt, die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, weil die Tat nicht sicher nachgewiesen sei.

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, habe der Vorsitzende Richter Peter Granderath in seiner mündlichen Urteilsbegründung ausgeführt, dass es nach einem gemeinsamen Grillabend der beiden Beteiligten zum Sex in der völlig vermüllten Wohnung des Tatopfers gekommen sei. Danach sei der Angeklagte ausgerastet und habe der Frau mit einer Bierflasche den Schädel zertrümmert. Er habe „mit absolutem Vernichtungswillen“ zugeschlagen.

Der Richter habe die Vermutung geäußert, dass die Tat aus Ekel geschehen sei, nachdem dem Mann bewusst geworden sei, dass er mit der inkontinenten und zahnlosen Frau, die „ein Messie im Endstadium“ gewesen sei, Sex gehabt hatte. Ein anderes Tatmotiv war für das Gericht wohl nicht erkennbar. Das Gericht hat dem Beitrag zufolge Mordmerkmale wie Heimtücke oder Verdeckungsabsicht nicht als nachweisbar angesehen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig geworden. Möglicherweise werden sowohl Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft Revision einzulegen.


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