Welch ein Krimi! Nach dem Finale mit Befangenheitsgedanken von Hamburg zum Kölner Landgericht

Deutschlandflagge

Falls Sie es noch nicht wissen sollten: Deutschland ist Weltmeister! Ach so, das war schon zu Ihnen durchgedrungen? Hätte ich mir eigentlich denken können. Aber am frühen Morgen und nach einer flotten, nur gut dreistündigen Fahrt von Hamburg nach Köln funktionieren meine grauen Zellen noch nicht so richtig, was daran liegen mag, dass der gestrige Fußballkrimi doch ziemlich nervenaufreibend war und die anschließende Siegestrunkenheit leicht den Verstand vernebelt hat.

Warum wartet der Löw auch fast bis zur Verlängerung, bis er den Götze einwechselt, und wieso kann der sich auch erst kurz vor dem drohenden Elfmeterschießen zum Siegtor entscheiden? Die sollten doch wissen, dass ich früh raus muss und meine Konzentration für den zweiten Verhandlungstag im Schwurgerichtsprozess um einen Kölner Bürger brauche, der als Opfer einer Verwechslung nur knapp mit dem Leben davon gekommen ist. Ich habe darüber vor wenigen Tagen im strafblog berichtet.

Es ist natürlich reichlich gnadenlos von der Kammer, am Morgen nach dem WM-Finale um 9:15 Uhr einen Hauptverhandlungstermin anzuberaumen, so als ob nichts gewesen wäre. Ob das ein Grund für einen Befangenheitsantrag sein kann?

Na ja, ich bin noch zu überdreht, um das zu Ende zu denken. Momentan überwiegt die Freude über den vor kurzem noch unerwarteten Erfolg, der den Jogi und seine Mannen für alle Zukunft geadelt hat. Also jedenfalls für die nächsten Jahre.

Wir werden heute genau drauf achten, ob die Kammer und die Schöffen mit voller Konzentration bei der Sache sind. Vielleicht schläft ja einer von denen übermüdet oder von glückseligen Gefühlen übermannt ein, und dann haben wir einen tollen Revisionsgrund, falls wir den brauchen sollten (und falls wir das selbst überhaupt mitkriegen).

Na gut, so ein Geschenk wird uns vermutlich nicht in den Schoß fallen, aber wir haben heute Nacht ja bereits einen guten Schluck aus der Glückspulle bekommen.

Also werden wir wie unsere Nationalkickerhelden mit Geduld und Spucke darauf warten, welche Chancen sich für uns und unsere Mandanten im Spiel – eh… Verzeihung, im Prozess – auftun werden. Und hoffen, dass unsere Strategie irgendwie aufgeht. So wie die von Jogi Löw.


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