Unsäglich: Chefarzt soll Patientinnen betäubt und missbraucht haben. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft

Rainer Pohlen

Rainer Pohlen

Es gibt bekanntlich fast nichts, was es nicht gibt, und auch die Götter in Weiß sind vor Fehltritten nicht gefeit. Sexualdelikte von Ärzten zum Nachteil von Patientinnen sind gar nicht so selten (womit ich Ärzte nicht unter Generalverdacht stellen möchte), ich habe im strafblog schon verschiedentlich von zum Teil spektakulären Fällen berichtet.

Derzeit macht der Chefarzt des Gefäßzentrums des Bamberger Klinikums von sich reden, dem vorgeworfen wird, mehrere Patientinnen betäubt und dann sexuell missbraucht zu haben. Ans Licht gekommen ist der Fall nach einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten durch eine 26-jährige Studentin, die an einer angeblichen Studie des 48-jährigen Arztes teilgenommen hatte und nach einer ihr verabreichten Spritze das Bewusstsein verloren hatte. Sie schöpfte daraufhin Verdacht und ließ ihr Blut in einer anderen Klinik untersuchen. Dort wurde festgestellt, dass ihr der Arzt ohne ihr Wissen und ohne Zustimmung ein starkes Beruhigungsmittel gespritzt hatte. Daraufhin erstattete die junge Frau Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Im Rahmen der Ermittlungen erwirkte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss und stellte mit Hilfe der Polizei in der Klinik und der Wohnung des Mediziners diverse Datenträger sicher, auf denen das Missbrauchsgeschehen fotografisch dokumentiert war. Laut focus.de  wurden zahlreiche Bilddateien mit weiteren Missbrauchshandlungen vorgefunden, die jetzt noch ausgewertet werden müssen. Mindestens vier Frauen seien aber definitiv missbraucht worden.

Der Arzt soll sich nach anderen Presseberichten inzwischen vor dem Ermittlungsrichter geäußert haben. Über den Inhalt seiner Aussagen ist noch nichts bekannt.

 

 


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