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		<title>&#8220;Weißer März&#8221; im Hamburger Hafen: Zoll beschlagnahmt insgesamt 252 Kilo Kokain</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 09:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich finde es immer wieder faszinierend, die gewaltige Lastkran- und Containerlandschaft des Hamburger Hafens zu sehen, wenn ich mich über die A7 kommend in Richtung des Hamburger Elbtunnels bewege. Das werden jeden Tag riesige Mengen von Gütern aus- und umgeladen, im Rekordjahr 2008 waren es laut Wikipedia insgesamt mehr als 140 Millionen Tonnen, davon rund 95 Millionen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es immer wieder faszinierend, die gewaltige Lastkran- und Containerlandschaft des Hamburger Hafens zu sehen, wenn ich mich über die A7 kommend in Richtung des Hamburger Elbtunnels bewege. Das werden jeden Tag riesige Mengen von Gütern aus- und umgeladen, im Rekordjahr 2008 waren es laut <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Hafen">Wikipedia</a> insgesamt mehr als 140 Millionen Tonnen, davon rund 95 Millionen Tonnen Containerware, was 9,5 Millionen Standardcontainern entspricht. Bei dieser unüberschaubaren Zahl von Frachtern und Containern kann der Zoll nur einen Bruchteil aller Lieferungen kontrollieren, rein statistisch dürfte die Chance, Schmuggelgut unentdeckt über den Hamburger Hafen nach laut Deutschland bzw. Europa einzuführen, ziemlich gut sein. Um so bemerkenswerter ist es, dass der Zoll im März laut <a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article116320093/Drei-Kokainfunde-Zoll-spricht-von-einem-weissen-Maerz.html">abendblatt.de</a> 252  Kilo Kokain mit einem Straßenverkaufswert von angeblich etwa 65 Millionen Euro sichergestellt hat und in diesem Zusammenhang von einem &#8220;weißen März&#8221; spricht.</p>
<p>Der Zufall habe eine nicht unerhebliche Rolle bei den Aufklärungserfolgen gespielt, ist zu lesen. 57 Kilo seien auf einem aus Kolumbien kommenden Bananendampfer versteckt gewesen, der in Hamburg unplanmäßig entladen wurde und eigentlich nach Helsingborg in Schweden gehen sollte.  Das Rauschgift scheint nicht sonderlich gut versteckt gewesen zu sein, sondern lag in 3 Taschen verpackt auf den Bananenkisten. Nur eine Woche später wurden auf einem anderen Bananenfrachter weitere 20 Kilo in einer Tasche gefunden, di -e auf einer Palette mit Bananenkisten versteckt war. Der größte Fund &#8211; immerhin 175 Kilo &#8211; wurde nur deshalb entdeckt, weil der besagte Frachter, der nach Antwerpen weiterfahren sollte, reparaturbedingt länger als geplant  in Hamburg bleiben musste und nur deshalb vom Zoll kontrolliert wurde.</p>
<p>55 Strafverfahren gegen insgesamt 154 Beschuldigte seien eingeleitet worden, heißt es in dem Beitrag, was ich nur bedingt nachvollziehen kann. Jedenfalls soll es anderen Quellen zufolge etliche Festnahmen gegeben haben.</p>
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		<title>Wie im Film: Knacki spaziert ganz einfach aus dem Knast</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 07:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-news]]></category>
		<category><![CDATA[Flucht]]></category>
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		<category><![CDATA[JVA Dresden]]></category>
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		<description><![CDATA[Ziemlich easy und irgendwie auch unglaublich verlief die Flucht eines zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilten Straftäters aus der JVA Dresden. Wie bild.de berichtet, spazierte der 32-jährige Roland H. am vergangenen Mittwoch völlig ungehindert durch die Gefängnispforte, nachdem er sich zuvor bei den Vollzugsbeamten als Jan P. aus Tschechien ausgegeben hatte, der an diesem Tag eigentlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2823" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2012/07/450px-Zelle_in_Alcatraz.jpg"><img class="size-medium wp-image-2823" alt="Gefängniszelle, Foto: Mikano" src="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2012/07/450px-Zelle_in_Alcatraz-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gefängniszelle, Foto: Mikano</p></div>
<p>Ziemlich easy und irgendwie auch unglaublich verlief die Flucht eines zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilten Straftäters aus der JVA Dresden. Wie <a href="http://www.bild.de/regional/dresden/gefaengnisausbruch/wie-kann-man-diese-beiden-knackis-verwechseln-30431294.bild.html">bild.de </a>berichtet, spazierte der 32-jährige Roland H. am vergangenen Mittwoch völlig ungehindert durch die Gefängnispforte, nachdem er sich zuvor bei den Vollzugsbeamten als Jan P. aus Tschechien ausgegeben hatte, der an diesem Tag eigentlich hätte entlassen werden sollen. H. hatte sich immerhin wie sein Knastkumpan gekleidet und frisiert, aber wer die bei bild.de veröffentlichten Fotos sieht, der kann allenfalls eine sehr entfernte Ähnlichkeit der beiden Männer feststellen, die eigentlich nicht zu einer Verwechslung führen kann. Jan P. war offensichtlich in das Fluchtvorhaben eingeweiht und hatte sich versteckt, damit sein Knastkumpel  sich gegenüber den Beamten als der Mann ausgeben konnte, der entlassen werden sollte.</p>
<p>Der Sache kam erst heraus, als Jan P. sich einige Zeit nach der Entlassung von Roland H. bei den Vollzugsbeamten meldete und ebenfalls auf freien Fuß gesetzt werden wollte. Das allerdings wurde ihm verwehrt. Wegen des Verdachts der Gefangenenbefreiung wurde er gleich wieder dem Haftrichter vorgeführt, der dann offensichtlich einen neuen Haftbefehl gegen ihn erließ.</p>
<p>Sachsens FDP- Justizminister Jürgen Martens soll die Sache peinlich sein. Er habe angeordnet, dass ab dem 01.06.2013 bei Entlassungen Fingerabdruckscanner eingesetzt werden, heißt es bei bild.de. Das wäre im vorliegenden Fall eigentlich gar nicht nötig gewesen, wenn die Beamten nur richtig hingeschaut hätten. Oder wollten sie das vielleicht gar nicht? Ach Quatsch, ein Schuft, wer Böses denkt. Immerhin sollen personelle Konsequenzen in der JVA geprüft werden.</p>
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		<title>Über Falken und die Gefährlichkeit des Lesens für einen Strafverteidiger</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 12:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-news]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Sozius Gerd Meister hat gestern seinen 55. Geburtstag gefeiert, nein, gerade nicht richtig feiern können, weil er sich eine Schleimbeutelentzündung im rechten Ellbogen zugezogen hat und deshalb statt ins Büro zum Krankenhaus gefahren ist. Wir haben ihn daher gar nicht zu Gesicht bekommen und auch nicht unsere Geschenke überreichen können, die in Anbetracht seiner [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5120" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/GerdM.jpg"><img class="size-medium wp-image-5120" alt="Rechtsanwalt Gerd Meister mit Gipsarm" src="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/GerdM-300x240.jpg" width="300" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Rechtsanwalt Gerd Meister mit Gipsarm</p></div>
<p>Mein Sozius Gerd Meister hat gestern seinen 55. Geburtstag gefeiert, nein, gerade nicht richtig feiern können, weil er sich eine Schleimbeutelentzündung im rechten Ellbogen zugezogen hat und deshalb statt ins Büro zum Krankenhaus gefahren ist. Wir haben ihn daher gar nicht zu Gesicht bekommen und auch nicht unsere Geschenke überreichen können, die in Anbetracht seiner Verletzung zum Teil ohnehin kontraindiziert sind. Da waren nämlich ein paar Bücher dabei.</p>
<p>Wie mir Gerd heute berichtete, hat er nicht etwa falsch gefummelt oder sonstige anrüchige Dinge getan, die zu seiner gesundheitlichen Misere geführt haben, sondern er hat am vergangenen Wochenende gelesen. &#8220;Falken&#8221; heißt der Roman von Hilary Mantel, ein wohl opulentes historisches  Werk, in dem es unter anderem um Heinrich VIII. und um Thomas Cromwell geht, der den guten Gerd so fasziniert hat, dass er stundenlang mit aufgestütztem Ellbogen und anscheinend ohne nennenswerte Veränderung seiner Körperhaltung am Tisch gesessen und den geschichtsträchtigen Stoff in sich hineingefressen hat. Das Ergebnis ist auf dem obigen Foto zu sehen.</p>
<p>&#8220;Kann sogar sein, dass das operiert werden muss&#8221;, sagte mir der Gerd eben noch, bevor er zu einer hoffentlich nur kurzen Hauptverhandlung in Richtung des Mönchengladbacher Amtsgerichts entschwand, und das hat bei mir doch erhebliche Bedenken ausgelöst. Deshalb stütze ich meine Ellbogen momentan ganz bewusst nicht auf, aber beim Schreiben am Laptop wäre das auch eine eher ungewöhnliche Körperhaltung, und ich überlege, ob das Lesen im fortgeschrittenen Strafverteidigeralter vielleicht nicht per se gesundheitsschädlich ist. Wenn ich da an manche meiner Umfangsakten denke, halte ich diesen Gedanken für gar nicht realitätsfern und denke darüber nach, ob ich nicht zukünftig wie ein Schöffe ohne Aktenkenntnis allein aus dem Inbegriff der Hauptverhandlung heraus agieren soll. Andererseits, meine Mandanten sind ja meist ungeduldig und wollen fast immer schon im Vorhinein wissen, was denn in den Akten steht und am liebsten noch verlässliche Prognosen haben, was bei der Sache herauskommen wird. Freispruch oder allenfalls Bewährung natürlich, ist doch klar.</p>
<p>Andererseits ist das Aktenlesen ja vielleicht weniger gefährlich als der Konsum seriöser Literatur, weil es (bei mir jedenfalls)  des öfteren zu psychisch bedingten motorischen Reaktionen führt, die das monotone Verharren  in einer gesundheitsgefährdenden Leseposition verhindert. Ich ertappe mich immer wieder mal dabei, wie mich ob mancher Ergüsse, die ich da lese, fragend oder hilfesuchend am Hinterkopf kratze, auch mal die Hände vor dem Gesicht zusammenschlage oder mir auf die Schenkel klopfe. Das entlastet die Ellbogen und den gesamten Bewegungsapparat. Manchmal muss ich auch das Fenster aufreißen und Frischluft reinlassen, um das Gelesene verdauen zu können, und wenn´s halbwegs verdaut ist, dann folgt der Gang auf´s Klo. So gesehen hat Aktenlesen ja vielleicht eher eine gesundheitsfördernde Wirkung, wer weiß das schon.</p>
<p>Also, ich habe da zusammengefasst noch keine richtige Meinung und werde das Geschehen erst einmal weiter beobachten, bevor ich für mich wegweisende Entscheidungen treffe..</p>
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		<title>Über Angelinas Brüste und Billig-Silikon-Einlagen</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 11:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-news]]></category>
		<category><![CDATA[Angelina Jolie]]></category>
		<category><![CDATA[Brustkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Claude Mas]]></category>
		<category><![CDATA[PIP]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit gestern geht die Nachricht rund um die Welt und wird in der Presse und in unzähligen Fernsehformaten sowie im Internet aufgearbeitet und kommentiert: Angelina Jolie, mehrfach zur &#8220;sexiest woman alive&#8221; gekürt und langjährige Partnerin des Womanizers Brad Pitt, hat sich wegen eines erblich bedingten hohen Brustkrebsrisikos beide Brüste amputieren lassen! Wie das klingt! Ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5116" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/Breast_anatomy_normal_scheme.png"><img class="size-medium wp-image-5116" alt="Aufbau der weiblichen Brust, wikimedia commons" src="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/Breast_anatomy_normal_scheme-259x300.png" width="259" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Aufbau der weiblichen Brust, wikimedia commons</p></div>
<p>Seit gestern geht die Nachricht rund um die Welt und wird in der Presse und in unzähligen Fernsehformaten sowie im Internet aufgearbeitet und kommentiert: Angelina Jolie, mehrfach zur &#8220;sexiest woman alive&#8221; gekürt und langjährige Partnerin des Womanizers Brad Pitt, hat sich wegen eines erblich bedingten hohen Brustkrebsrisikos beide Brüste amputieren lassen! Wie das klingt! Ist die Frau jetzt am Oberkörper verstümmelt? Muss wohl so sein, denn <a href="http://www.bild.de/unterhaltung/leute/angelina-jolie/ihr-vater-erfuhr-von-ihrem-schicksal-aus-der-online-zeitung-30400718.bild.html">bild.de</a> weiß es ganz genau: &#8220;Hollywood-Star ließ sich beide Brüste abnehmen&#8221;, heißt es da ganz plastisch, und das Verb &#8220;abnehmen&#8221; verdeutlicht, dass die einstmals so schönen Rundungen weg sind. Futsch! Aus! Vorbei! Oder doch nicht? Wer weiterliest, der erfährt dann das, was er längst geahnt hat. Nein, da wurden nicht die ganzen Brüste abgetrennt, sondern (nur) die Brustdrüsen wurden beidseitig entfernt. Mastektomie nennt der Mediziner diesen Eingriff, und im Frühstückfernsehen wurde heute morgen bei Sat1 demonstriert, wie die Brust in der alten Umhüllung wieder aufgebaut wird und danach genauso schön oder &#8211; wie eine von einer Amputation betroffene Polizistin als Studiogast versicherte &#8211; sogar noch schöner aussieht als  zuvor. Die gute Angelina kann also &#8220;sexiest woman&#8221; bleiben, ob dabei Botox oder Silikon zum Einsatz kommen, ist doch einerlei.</p>
<p>Apropos Silikon, Millionen von Frauen haben sich weltweit damit die Brüste aufpolstern lassen, auch ohne Brustkrebsrisiko, und wie wir wissen, ist dabei gelegentlich Billig-Silikon, das für Industriezwecke und nicht für Eingriffe in den menschlichen Körper gedacht war, zum Einsatz gekommen, was zu Recht für viel Empörung gesorgt und zu Ängsten und Nachoperationen geführt hat. Da gibt es die inzwischen insolvente französische Firma PIP (Poly Implant Prothèse),  deren Gründer Jean-Claude Mas (73) derzeit in Marseille vor Gericht steht , weil Chirurgen hunderttausenden von Frauen, darunter auch etwa fünftausend deutsche, deren Produkte  implantiert haben, obwohl diese besonders reißanfällig sein sollen und eben nur Industrie-Silikon enthalten, was im Falle des Auslaufens zu erheblichen gesundheitlichen Komplikationen führen kann. &#8220;Schwere Täuschung und Betrug&#8221; wirft die Staatsanwaltschaft den Verantwortlichen des Unternehmens vor, berichtet <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/brustimplantate-aus-billig-silikon-haft-fuer-pip-gruender-gefordert-a-899850.html">spiegel-online</a>, und deshalb soll der Firmenchef für 4 Jahre ins Gefängnis und 100.000 Euro Strafe zahlen. Außerdem soll ihm verboten werden, noch jemals im Medizin- und Gesundheitsbereich tätig zu werden. Gegen die übrigen Angeklagten wurden Haftstrafen zwischen 6 Monaten und 2 Jahren beantragt. In einem der größten Verfahren der französischen Justizgeschichte habe die Staatsanwaltschaft mehrere Stunden lang plädiert, ist zu lesen, 7.400 betroffene Frauen seien als Klägerinnen aufgetreten. Ob und von wem die Frauen entschädigt werden (können), sei noch ungeklärt, heißt es in dem Beitrag.</p>
<p>Die Verteidigung soll bis Freitag plädiert haben.</p>
<p>Die Angelina Jolie betrifft das Verfahren nicht, ihre Chirurgen werden sicher ihr ganzes Augenmerk darauf gerichtet haben, nur reißfeste Spitzen-Silikon-Polster zu verwenden. Aber mutig ist Jolies Schritt, mit der Information an die Öffentlichkeit zu treten, schon, finde ich. Vielleicht hilft er ja manchen von einem Krebsrisiko betroffenen Frauen bei ihrer Entscheidung. Vor allem, wenn sie erfahren, dass die Brüste doch nicht ganz &#8220;abgenommen&#8221; werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie deppert kann man eigentlich sein? Von Adel, Alkohol, Porschefahren und versuchter Strafvereitelung</title>
		<link>http://strafblog.de/2013/05/12/wie-deppert-kann-man-eigentlich-sein-von-adel-alkohol-porschefahren-und-falscher-verdachtigung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wie-deppert-kann-man-eigentlich-sein-von-adel-alkohol-porschefahren-und-falscher-verdachtigung</link>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 07:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Da gibt es also einen Adeligen namens Ernst Maximilian Clemens August Yves Hubertus Willibald Maria Graf von M., wie uns bild.de brühwarm berichtet, der seinen schwarzen Porsche 911 mit 1,44 Promille bei Salzburg auf der Tauernautobahn in die Leitplanken gesetzt hat und dann unter Zurücklassung des teuren Gefährts erst einmal (wohl zu Fuß) abgehauen ist. Der Graf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5107" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/Porsche_964_Speedster.jpg"><img class="size-medium wp-image-5107" alt="Schwarzer Porsche (hier ein 964 Speedster), Foto: Abehn" src="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/Porsche_964_Speedster-300x188.jpg" width="300" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Schwarzer Porsche (hier ein 964 Speedster), Foto: Abehn</p></div>
<p>Da gibt es also einen Adeligen namens Ernst Maximilian Clemens August Yves Hubertus Willibald Maria Graf von M., wie uns<a href="http://www.bild.de/news/inland/trunkenheit-am-steuer/diener-sollte-fuer-betrunkenen-grafen-buessen-30353960.bild.html"> bild.de</a> brühwarm berichtet, der seinen schwarzen Porsche 911 mit 1,44 Promille bei Salzburg auf der Tauernautobahn in die Leitplanken gesetzt hat und dann unter Zurücklassung des teuren Gefährts erst einmal (wohl zu Fuß) abgehauen ist. Der Graf ist Investmentbanker in München-Grünwald, ist zu lesen, und wer die vielen Vornamen googelt, der findet ziemlich leicht auch seinen vollen Namen heraus.</p>
<p>Die österreichische Polizei wird auf das verwaiste Fahrzeug aufmerksam und beginnt zu ermitteln. Einige Zeit später meldet sich ein 41-jähriger Salzburger, der immerhin auch ganz schön geladen hat und 1,58 Promille Alkohol im Blut gehabt haben soll, über eine Notrufsäule und behauptet, er sei Beifahrer in dem Unfallfahrzeug gewesen. Kurz darauf erscheint ein 34-jähriger Rumäne zu Fuß  am Ort des Geschehens, auch er alkoholisiert, und gibt an, er sei der Unfallfahrer. Ganz zufällig (oder auch nicht) handelt es sich bei dem Mann um einen Hausangestellten des Grafen.</p>
<p>So weit scheint ja alles noch ganz gut inszeniert, obwohl man sich die Frage stellen kann, ob die beiden Lakaien in ihrem Suff eine stringente Story hätten durchhalten können. Die Probe auf´s Exempel entfällt aber, weil der Graf sich selten deppert verhält. Der setzt sich nämlich in Nähe des Unfallortes in das Auto seines Angestellten, den er offensichtlich flugs herbeizitiert hatte, um von ihm entlastet zu werden, und wird  von einer weiteren Polizeistreife angehalten. &#8220;Nach längerer Befragung&#8221; habe der Graf zugegeben, den Porsche gefahren zu haben, heißt es in dem Bericht, wobei offen bleibt, ob der Mann vernehmungsfähig war und hinreichend belehrt worden ist.</p>
<p>Jedenfalls dürften auf den Grafen, der im &#8220;herrschaftlichen Wasserschloss Anif&#8221; bei Salzburg wohnt, durchaus strafrechtliche Probleme zukommen. Trunkenheitsfahrt, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Straßenverkehrsgefährdung, Anstiftung zur versuchten Strafvereitelung sind da nur Stichworte, die mir gerade einfallen. Auf´s  Porschefahren wird er wohl vorerst verzichten müssen. Und die beiden Möchte-gern-Helfer müssen sich möglicherweise wegen versuchter Strafvereitelung verantworten.</p>
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		<title>Der tiefe Fall des Bürgermeisters Scholl &#8211; Lebenslang für Gattenmord (und der Hund musste auch dran glauben)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 08:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rainer Pohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Totschlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Im strafblog hatte ich schon mehrfach über den Fall des früheren Bürgermeister der brandenburgischen Gemeinde Ludwigsfelde, Heinrich Scholl,  berichtet, der beschuldigt wurde, Ende Dezember 2011 seine Ehefrau erdrosselt und gleich auch noch deren Hund getötet zu haben. Wie spiegel-online berichtet, ist der heute 70-Jährige, der seinerzeit kurz vor der Ernennung zum Ehrenbürger der Gemeinde stand, gestern vomLandgericht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im strafblog hatte ich schon mehrfach über den Fall des früheren Bürgermeister der brandenburgischen Gemeinde Ludwigsfelde, Heinrich Scholl, <a href="http://strafblog.de/2012/10/18/ehefrau-und-hund-erwurgt-hat-der-ex-burgermeister-von-ludwigsfelde-den-mord-in-einer-erotischen-erzahlung-antizipiert/"> berichtet</a>, der beschuldigt wurde, Ende Dezember 2011 seine Ehefrau erdrosselt und gleich auch noch deren Hund getötet zu haben. Wie <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ex-buergermeister-von-ludwigsfelde-scholl-urteil-in-potsdam-a-898513.html">spiegel-online</a> berichtet, ist der heute 70-Jährige, der seinerzeit kurz vor der Ernennung zum Ehrenbürger der Gemeinde stand, gestern vomLandgericht Potsdam wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden.</p>
<p>Sechs Monate hat der Prozess gedauert, an 29 Verhandlungstagen wurden rund 100 Zeugen gehört. Als wesentliches Beweismittel bezeichnete die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer eine DNA-Spur, die an dem Tatwerkzeug, einem Schnürsenkel, gefunden worden war. Das Mordmerkmal der Heimtücke sei erfüllt, weil die Frau dem Angriff auf ihr Leben arg- und wehrlos ausgesetzt gewesen sei.</p>
<p>Der Anwalt des  Sohnes des Paares, der an dem Prozess als Nebenkläger teilgenommen hatte, hatte &#8220;nur&#8221; auf Totschlag plädiert, weil Heimtücke nicht nachweisbar sei. Sein Mandant gehe allerdings davon aus, dass sein Vater die Frau getötet habe, weil die Ehe zerrüttet gewesen sei und er durch seine thailändische Geliebte in finanzielle Bedrängnis gebracht worden sei.</p>
<p>Sollte das Urteil rechtskräftig werden, könnte &#8220;lebenslang&#8221; tatsächlich bedeuten, dass der Ex-Politiker das Licht der Freiheit nie mehr erblicken wird. Eine Strafentlassung wäre frühestens nach 15 Jahren möglich, und dann wäre Scholl immerhin schon 84 Jahre alt.</p>
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		<title>Ich &#8211; das Tagebuch eines Gestörten</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 20:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd Meister</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-news]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Mönchengladbach]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbeobachter]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[WhatsApp]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Rande medienwirksamer Prozesse trifft man oftmals auf merkwürdige Menschen, die mit dem jeweiligen Prozess eigentlich nichts zu tun haben, sich aber doch daran ergötzen. Keiner soll glauben, es gehe diesen Menschen um Prozessbeobachtung oder Mitgefühl für die Opfer oder Täter. Es geht ihnen ausschließlich um die geeignete Szenerie, um die kleine Bühne, auf der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Rande medienwirksamer Prozesse trifft man oftmals auf merkwürdige Menschen, die mit dem jeweiligen Prozess eigentlich nichts zu tun haben, sich aber doch daran ergötzen. Keiner soll glauben, es gehe diesen Menschen um Prozessbeobachtung oder Mitgefühl für die Opfer oder Täter. Es geht ihnen ausschließlich um die geeignete Szenerie, um die kleine Bühne, auf der sie ihr kleines Flämmchen züngeln lassen. Eine besondere Art der Öffentlichkeit eben. So erhalten Verteidiger, Staatsanwälte und Richter Post oder per Email oder bei abgepasster Gelegenheit auf dem Gerichtsflur zugeraunzte Tipps und Ratschläge &#8211; wenn man Glück hat -  und Beschimpfungen und Häme &#8211; wenn man Pech hat. So ist das, und man hat gelernt, damit umzugehen.</p>
<p>Eine ganz besondere Lichtgestalt aber verfolgt mich nunmehr seit Wochen. Nachdem ein von mir verteidigter Einzeltäter wegen des Mordes an einem kleinen Kind rechtskräftig verurteilt worden war, erhielt ich eine erste Email, in welcher der Absender behauptete, bei der Tat dabei gewesen zu sein. Ob ich ihn gegebenenfalls wegen seines Tatbeitrages an dem Mord verteidigen könne, fragte er freundlich an und ließ durchblicken, er kenne den Mörder seit seiner Kindheit und habe interessante Informationen für mich, die Licht ins Dunkle bringen könnten. Da der Fall für mich letztlich viele Fragen offen gelassen hatte, schrieb ich zurück, ich könne ihn zwar nicht vertreten und schreibe auch nicht in der Eigenschaft eines Anwalts, sondern interessiere mich nur privat für alles Erhellende. Wolle er sich mit mir treffen, unterläge ich nicht der anwaltlichen Schweigepflicht. In weiteren Mails erfuhr ich, dass er mit einem Kumpel aus Ostdeutschland anreisen wolle, und da ich im Zusammenhang mit der Verteidigung des Kindermörders deutliche Drohungen aus rechtsradikalen Kreisen bekommen hatte, ging ich vor dem vereinbarten Treffen in unserer Kanzlei auf Nummer sicher. Für den Fall einer gewalttätigen Eskalation hatte ich Schutzmaßnahmen getroffen und mir ein paar Bodyguards organisiert.  Als zwei milchbubihafte Hänflinge eintraten und sich vorstellten, verzogen die Bodyguards ihre grimmigen Mienen in mitleidiges Schmunzeln, das wohl auch mir gelten sollte. &#8220;Vor solchen Typen hast du Angst&#8221;, sagten ihre Blicke. Um sich den Spaß aber nicht ganz verleiden zu lassen, unterzogen sie die beiden Gäste noch einer kurzen, freiwilligen Leibesvisitation, winkten ab, und ich entließ sie mit einem Achselzucken, das bedeuten sollte – &#8220;man kann ja nie wissen&#8230;&#8221;.</p>
<p>Was ich dann in der nächsten Stunde von meinem neuen Informanten zu hören bekam, übertraf alle Erwartungen an vorstellbarem Schwachsinn. Er referierte all das, was man seit Monaten in den Zeitungen zu dem Fall hatte lesen können, gemischt mit ein paar Schwänken aus den angeblichen gemeinsamen Kindertagen mit dem verurteilten Mörder. Zum guten Schluss fragte ich ihn, ob er etwas gegen mich habe oder warum er mir meine kostbare Zeit stehle, in der ich mir eine Folge der „Simpsons“ hätte ansehen können. Das hätte wenigsten einen gewissen Unterhaltungswert gehabt. Das Gespräch hier aber sei quälend. Ob er schon mal daran gedacht habe, sich in psychologische Behandlung zu begeben, fragte ich ernsthaft. Die beiden Hänflinge sahen mich wie zwei aus dem Wasser gehobene Goldfische an. Dann erhob sich der eigentliche Informant und verließ beleidigt das Zimmer, während sein Begleiter noch einen Moment nachdenklich sitzen blieb und sagte: „Ich bin froh, dass sie das mit der psychologischen Behandlung gesagt haben. Ich rate ihm seit Monaten dazu, aber auf mich hört er ja nicht!“ Er verabschiedete sich schließlich mit einer gemurmelten Entschuldigung, und ich sah die beiden nie wieder.</p>
<p>Weit gefehlt, wenn man denkt, die Angelegenheit wäre damit abgeschlossen. Seither schreibt mir der Informant täglich 5 bis 17 WhatsApp-Nachrichten oder &#8211; wenn´s  mal ausführlicher sein soll &#8211; ellenlange Mails. Er lässt sich auch nicht davon abschrecken, dass ich grundsätzlich nie antworte, sondern schreibt fleißig und beständig weiter. Ging es dabei anfänglich noch um seine angebliche Tatbeteiligung, bin ich jetzt offenbar zu seinem Tagebuch verkommen. Aus dem angemessen „Sie“ und „Herr Meister“ ist inzwischen ein vertrauliches „du“ oder „dir“ geworden, wenn er mir von seinem neuesten Liebeskummer, der Krankheit der Mutter, der frustrierenden Jobsuche und seiner in Etappen aufgearbeiteten Lebensgeschichte erzählt. Zwischendurch werde ich mit Berichten über interessante Prozesse mit dazugehörenden Links gefüttert oder erfahre, dass er beabsichtigt, sich wissenschaftlich mit der Entstehung von Kriminalität zu befassen. Jeden Morgen wünscht er mir einen erfolgreichen Tag, und jeden Abend angenehme Träume. Bei so viel Freundlichkeit fällt es mir natürlich schwer, den armen Kerl aus meiner WhatsApp-Liste zu streichen oder seine Mails als Junk zu kennzeichnen. Schließlich muss ich den Kram ja nicht lesen, und vielleicht helfe ich ihm ja als Tagebuch, seine Probleme in den Griff zu  bekommen. Was diesen Menschen reitet, würde mich allerdings am Rande doch interessieren. Vielleicht bekomme ich demnächst noch einen Heiratsantrag von ihm, wer weiß? Fest steht, dass ich darauf ebenfalls nicht antworten werde, und so besteht die Hoffnung, dass er irgendwann von alleine aufgibt und ich nicht grob werden muss.</p>
<p>Rechtsanwalt Gerd Meister, Mönchengladbach</p>
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		<title>Ein toter Schiedsrichter und häusliche Gewalt durch den bestbezahlten Sportler  der Welt – Nachrichten vom Wochenende</title>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 12:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-news]]></category>
		<category><![CDATA[Floyd Mayweather]]></category>
		<category><![CDATA[häusliche Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Pohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Ricardo Portillo]]></category>
		<category><![CDATA[Schiedsrichter]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Mal ehrlich, wissen Sie, wer Floyd Mayweather ist? Ich gebe offen zu, dass mir der Name bislang nicht so richtig ins Bewusstsein gedrungen ist, dabei soll es sich bei dem 37-jährigen Afroamerikaner nach einem Bericht bei welt.de um den bestbezahlten Sportler der Welt handeln, der eben erst den auch in Deutschland hinlänglich bekannten Golfprofi [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Mal ehrlich, wissen Sie, wer Floyd Mayweather ist? Ich gebe offen zu, dass mir der Name bislang nicht so richtig ins Bewusstsein gedrungen ist, dabei soll es sich bei dem 37-jährigen Afroamerikaner nach einem Bericht bei <a href="http://www.welt.de/?config=articleidfromurl&amp;artid=115887738">welt.de </a>um den bestbezahlten Sportler der Welt handeln, der eben erst den auch in Deutschland hinlänglich bekannten Golfprofi Tiger Woods in der Geldrangliste abgelöst hat. Der Mann boxt im Weltergewicht und hat gerade in Las Vegas seinen Weltmeistertitel zum x-ten Mal verteidigt und für seinen 44.ten Sieg in Folge eine Börse von 32 Millionen US-Dollar kassiert. Sein Gegner hieß Robert Guerrero, den kannte ich bislang auch noch nicht, und das besondere an dem Kampf war, dass es für Mayweather eine Art Comeback nach einem dreimonatigen Gefängnisaufenthalt war, zu welchem ihn ein Gericht schon im Dezember 2011  wegen häuslicher Gewalt  verdonnert hatte.  Da ist es für ihn sicher ein kleiner Trost, dass er aufgrund eines „Megadeals“ mit Showtime/CBS für die nächsten sechs Kämpfe innerhalb von 30 Monaten umgerechnet mehr als 200 Millionen Euro verdienen kann, wenn alles erwartungsgemäß läuft. Das nenne ich gelungene Resozialisierung.</p>
<p>Sehr viel trauriger ist eine andere Nachricht aus den USA, die ebenfalls bei <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article115890888/Schiedsrichter-stirbt-nach-Schlag-ins-Gesicht.html">welt.de </a>wiedergegeben wird. Ein 46 Jahre alter Fußball-Schiedsrichter namens Ricardo Portillo ist nämlich bei einem Freizeitliga-Spiel von einem 17-Jährigen Spieler brutal ins Gesicht geschlagen worden, nachdem er den jungen Mann wegen eines Foulspiels verwarnt hatte. Als der zweifache Familienvater sich die Gelbe Karte notierte, stürmte der Gemaßregelte von der Seite auf ihn zu und versetzte ihm einen gewaltigen Schlag, der zu einer Gehirnschwellung führte, an welcher der Referee nach ein paar Tagen Koma verstarb. Nach Angaben seiner Witwe soll Portillo zuvor schon zweimal durch Angriffe von Spielern erheblich verletzt worden sein.</p>
<p>Dem Täter, der nach dem Vorfall wegen Verdachts der schweren Körperverletzung festgenommen worden war, droht jetzt eine Erweiterung der Anklage und möglicherweise eine lebenslange Freiheitsstrafe, heißt es in dem Bericht.</p>
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		<title>Fußgänger mit Maschinenpistole unterwegs: Jeder sollte doch ein Hobby haben, oder?</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 06:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Pohlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-news]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegswaffenkontrollgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinenpistole]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Pohlen]]></category>
		<category><![CDATA[Waffennarr]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; Da nehmen wir mit einigem Kopfschütteln zur Kenntnis, dass gerade in den USA ein Fünfjähriger seine zweijährige Schwester mit seinem  Kindergewehr erschossen hat, und wir fragen uns, wofür in aller Welt braucht ein Kind eine scharfe Waffe. Die sind halt anders, die Amis… Aber auch bei uns gibt es Waffennarren, die ihrem skurrilen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5082" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/Maschinenpistolen1.jpg"><img class="size-medium wp-image-5082" alt="Foto: Stefan Kühn at de.wikipedia" src="http://strafblog.de/wp-content/uploads/2013/05/Maschinenpistolen1-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Stefan Kühn at de.wikipedia</p></div>
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<p>Da nehmen wir mit einigem Kopfschütteln zur Kenntnis, dass gerade in den USA ein Fünfjähriger seine zweijährige Schwester mit seinem  Kindergewehr erschossen hat, und wir fragen uns, wofür in aller Welt braucht ein Kind eine scharfe Waffe. Die sind halt anders, die Amis…</p>
<p>Aber auch bei uns gibt es Waffennarren, die ihrem skurrilen Hobby auf ungewöhnliche Weise frönen. In Günzburg geriet gestern nach einem Bericht bei <a href="http://www.nordbayern.de/region/spazierganger-mit-maschinenpistole-unterwegs-1.2876040">nordbayern.de  </a>ein 36-jähriger Fußgänger in eine Polizeikontrolle, der eine Maschinenpistole nebst Schalldämpfer und Munition bei sich trug. Er habe die Waffe als Dekorationswaffe im Internet erworben, erzählte der Mann den Beamten, und jetzt habe er sie halt mal ausprobieren wollen.</p>
<p>Das gab Veranlassung zu einer Nachschau im Hause des Mannes, wo man in einem angemieteten Kellerraum gleich ein ganzes Waffenarsenal aushob. Die Kripo fand  nämlich vier weitere Maschinenpistolen, zwei automatische Sturmgewehre, 20 Handfeuerwaffen und 6000 Schuss Munition und ermittelt jetzt gegen den Waffenfreund unter anderem  wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Vielleicht sollte der Mann mal über einen Hobbywechsel nachdenken&#8230;</p>
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		<title>Gib mir mein Schäufelchen zurück, oder ich mach dich kalt!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 19:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerd Meister</dc:creator>
				<category><![CDATA[straf-satire]]></category>
		<category><![CDATA[Cricket]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Keystone]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergewehr]]></category>
		<category><![CDATA[Mönchengladbach]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsanwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst einmal die gute Nachricht: Das Gewehr war nicht gestohlen oder heimlich aus dem Waffenschrank des Vaters entliehen. Nein, es war sein eigenes Kinder-Gewehr, mit dem ein 5-jähriger nach Angaben der NZZ-Online am vergangenen Dienstag in Kentucky seine 2-jährige Schwester erschoss. Ich habe selbst zwei „kleinere“ Schwestern, und der Junge wird seine Gründe gehabt haben. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst einmal die gute Nachricht: Das Gewehr war nicht gestohlen oder heimlich aus dem Waffenschrank des Vaters entliehen. Nein, es war sein eigenes Kinder-Gewehr, mit dem ein 5-jähriger nach Angaben der <a href="http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/fuenfjaehriger-erschiesst-schwester-mit-eigenem-gewehr-1.18074762">NZZ-Online</a> am vergangenen Dienstag in Kentucky seine 2-jährige Schwester erschoss. Ich habe selbst zwei „kleinere“ Schwestern, und der Junge wird seine Gründe gehabt haben. Auf der anderen Seite, wohin soll das führen, wenn bereits kleine Kinder mit scharfen Waffen hantieren?</p>
<p>Der Waffenhersteller Keystone wirbt für sein lustiges Kindergewehr „Cricket“ (Grille) mit dem Slogan „Qualitätswaffen für Amerikas Jugend“ und hat dazu eine eigene Theorie: Die Kindergewehre sollen die Kleinen zum verantwortungsvollen Umgang mit Waffen animieren. Es geht also um Pädagogik, und in der Pädagogik – wer wüsste das nicht &#8211; kann auch schon mal was schieflaufen. So z.B. als vor drei Wochen zwei Kleinkinder kurz hintereinander etwas übereifrig zwei Personen töteten. In New Jersey erschoss ein Vierjähriger mit einem Gewehr einen Sechsjährigen. In Tennessee tötete ein ebenfalls Vierjähriger mit einer Pistole eine 48-Jährige. Nun ja, man kann Keystone nur Recht geben. Der verantwortungsvolle Umgang mit Waffen muss halt geübt werden – je früher, desto besser!</p>
<p>Wenn nach amerikanischer Auffassung eine Entwaffnung der Kleinen indiskutabel ist, bleibt aus pädagogischen Gründen und zum Selbstschutz wohl nur die häusliche Aufrüstung, und ich kann es mir vorstellen:</p>
<p>Vater, Mutter und die lieben Kleinen – ein dicker 5-jähriger, der über alles Cheeseburger liebt, und das kleine Schwesterchen mit schon 8 Milchzähnen und einem dürren blonden Zopf &#8211; sitzen am Frühstückstisch. Jeder hat eine Schüssel Cornflakes und ein Glas Orangensaft vor sich. Die Eltern natürlich größere Schüsseln, und neben allen Schüsseln und Schüsselchen liegen griffbereit die geladenen Knarren. Größere für die Eltern und kleine, niedliche für die Kinder. Eine rosa Pistole für das Mädchen und eine mit Hero-Man-Abbildung versehene für den Jungen, alle geladen mit 5,6 mm – Patronen, wie sie der 5-jährige aus dem zitierten NZZ-Bericht benutzt hatte, um seine Schwester zu töten. Kein böses Wort fällt am Frühstückstisch, aber ein kleiner Konflikt bahnt sich an, als das Mädchen schon wieder ihr volles Glas versehentlich umkippt und der gelbe Saft langsam und unaufhaltsam über den polierten Tisch fließt, an der Cornflakespackung vorbei in Richtung des dicken Bruders, der dem kleinen Tisch-Fluss mit gerunzelter Stirn und trotzigen Augen entgegenblickt – wie er langsam auf ihn zukriecht und die ersten Tropfen des klebrigen Safts über die Tischkante fallen &#8211; auf seine neue, frische Lieblingsjeans.</p>
<p>Im Hintergrund tickt laut die uralte Wanduhr, ein Erbstück aus längst vergangenen Tagen, während nun alle Familienmitglieder dem Rinnsal gespannt mit den Augen folgen. Nahezu zeitgleich werden die bunten Plastiklöffel ohne das leiseste Klacken beiseite gelegt, und die jeweils rechten Hände der Protagonisten bewegen sich mit der Geschwindigkeit des saftigen Rinnsals vorsichtig zu ihren entsicherten Pistolen. Wie es der Zufall will, erklingt leise ein altbekanntes Stück von Ennio Morricone aus dem Radio, als der Junge endlich aufspringt, aber es ist kein richtiges Springen, mehr so ein Hochwabbeln eines kleinen Zwergnilpferdes, das sich aus trübem Wasser erhebt. Jedenfalls zu langsam. Als er von seiner durchnässten Jeans wütend hochschaut, blickt er in die Mündung dreier Waffen und hebt vorsichtig seine dicken Ärmchen. Es ist vorbei, und die Mutter rettet die Situation, indem sie entschlossenen Schrittes auf ihren Sohn zugeht, vor ihm niederkniet und das bereits in den Stoff eingezogene Nass wenigstens symbolisch mit einer Serviette von seiner Hose tupft. Dann nimmt sie ihn tröstend in den Arm und zaubert mit einer geflüsterten Bemerkung ein alles vergessendes Lächeln in das Gesicht ihres Sprösslings: „Mein armer Schatz, das trocknet in wenigen Minuten, und weil du so tapfer warst, bekommst du gleich 5 Extra-Dollar für 5 Extra-Cheeseburger. Aber verrate es nicht deiner dusseligen Schwester!“ Dabei schaut sie ihn liebevoll an und zwinkert ihm mütterlich zu, während der Vater zwischenzeitlich der kleinen Schwester spielerisch die pinke Pistole entwindet und dabei sagt: „Liebling, für heute hast du schon genug Saft verschüttet, findest du nicht?“</p>
<p>Rechtsanwalt Gerd Meister, Mönchengladbach</p>
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