“Herr Rechtsanwalt, ich bin enttäuscht von Ihnen” – Ein Beispiel von Klassenjustiz

Es ist mehr als ein Jahr her, als mich ein potenzieller Mandant aufsuchte, um über einen Kriminalcasus zu berichten, in den er involviert war. Es ging um Widerstandsleistung und Körperverletzungdelikte und um die Frage, ob der nach eigener Darstellung promovierte Mann möglicherweise an einer psychischen Erkrankung leide, die seine Schuldfähigkeit beeinträchtigen könnte. Ich weiß nicht, […]

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Nach dreieinhalb Stunden zäher Verhandlung: Dann fangen wir nächstes Jahr halt nochmal von vorne an

Ich räume ein, Amtsrichter haben es nicht immer einfach, wenn es darum geht, bei der Terminierung die voraussichtliche Dauer einer Hauptverhandlung abzuschätzen. Bisweilen stellen sich unerwartete Hindernisse in den Weg, die sogar aus unerwarteten Ecken kommen können. So geschehen heute morgen in einem Verfahren vor dem Amtsgericht Rheydt, in dem drei Brüder wegen gemeinschaftlicher und […]

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Unglaublich: Pflichtverteidiger entern die Staatskasse – In der 1. Klasse zum Prozess

„Staatskasse geentert“ überschreibt die Süddeutsche Zeitung  einen Beitrag über die Kosten des im letzten Jahr zu Ende gegangenen Hamburger Piratenprozesses und das Hamburger Abendblatt mokiert sich mit der Schlagzeile „Pflichtverteidiger dürfen 1. Klasse Bahn fahren“ über die hohen Verfahrenskosten und das Luxusleben der Verteidiger. 3,4 Millionen Euro habe das 105 lange Verhandlungstage währende Verfahren die […]

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Ausbootung eines aufmüpfigen Pflichtverteidigers

  Reichlich sonderbar hört sich an, was mir ein Kollege über den Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens berichtet hat, in dem ich jetzt mit ihm gemeinsam das Berufungsverfahren durchführen werde. Es geht unter anderem um Stalking und sexuelle Nötigung. Dem Mandanten war neben seinem früheren Wahlverteidiger, der später ebenfalls beigeordnet wurde, der Kollege  als Sicherungsverteidiger bestellt […]

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“God bless you, Herr Rechtsanwalt, you are my brother!”

Mit der “political correctness” in Blogbeiträgen ist das manchmal so eine Sache. Gestern habe ich mir die Kritik eines strafblog-Lesers zugezogen, weil ich 2 Prostituierte, die augenscheinlich den früheren Schatzmeister der brandenburgischen Grünen um rund eine halbe Million Euro abgezogen haben, die der wiederum aus der Parteikasse abgezweigt hatte, in der Überschrift als “Nutten” bezeichnet […]

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